Was kostet eine Website 2026? Ehrliche Preise für Österreich und Deutschland

Realistische Preisspannen für Websites 2026: Onepager, Unternehmenswebsite, Online-Shop und Individualentwicklung — inklusive laufender Kosten und wo Angebote unseriös werden.

Kaum eine Frage wird so oft gestellt und so selten ehrlich beantwortet. Die meisten Agenturseiten schreiben "individuell nach Aufwand" — was stimmt, aber niemandem hilft, der ein Budget planen muss.

Hier stehen echte Spannen aus dem Markt in Österreich und Deutschland, was den Preis treibt, und woran du unseriöse Angebote erkennst.

Die Preisspannen im Überblick

Projekttyp Preis 2026 Typische Dauer
Onepager (Landingpage) 1.500–3.500 € 1–2 Wochen
Unternehmenswebsite (5–10 Seiten) 3.500–9.000 € 3–6 Wochen
Website mit Blog, mehrsprachig 7.000–15.000 € 5–8 Wochen
Online-Shop (Standard) 6.000–20.000 € 6–10 Wochen
Individualentwicklung, Portal, Buchungssystem ab 20.000 € ab 3 Monaten

Diese Zahlen gelten für individuell konzipierte Projekte mit professionellem Text, sauberer Technik und Grundoptimierung. Nach oben ist die Spanne offen, nach unten beginnt der Bereich, in dem Vorlagen eingefärbt werden.

Was den Preis wirklich treibt

Texte. Der am meisten unterschätzte Posten. Wer Inhalte selbst liefert, spart deutlich — verzögert Projekte aber häufig um Wochen, weil Texte im Alltag liegen bleiben. Realistisch: 800 bis 2.500 Euro, wenn die Agentur schreibt.

Individuelles Design. Eine angepasste Vorlage kostet einen Bruchteil eines eigenen Entwurfs. Der Unterschied ist sichtbar, aber nicht in jedem Fall notwendig. Für lokale Dienstleister ist eine sehr gut angepasste Vorlage oft die wirtschaftlichere Wahl.

Funktionen. Terminbuchung, Mitgliederbereich, Konfiguratoren, Schnittstellen zu Warenwirtschaft oder CRM — jede Anbindung kostet.

Sprachen. Jede weitere Sprache erhöht Text-, Test- und Pflegeaufwand um grob 40 bis 60 Prozent der ursprünglichen Textkosten.

Fotos und Video. Eigene Aufnahmen heben das Ergebnis spürbar. Ein halber Tag Fotoproduktion liegt bei 600 bis 1.500 Euro. Wo KI-generierte Bilder eine Alternative sind, beschreiben wir im Artikel zu KI-Werbeanzeigen.

Die laufenden Kosten, die selten im Angebot stehen

Position Monatlich
Hosting und Domain 10–40 €
Technische Wartung, Updates, Backups 40–150 €
Inhaltliche Betreuung, kleine Änderungen 100–400 €
SEO und Content laufend 300–900 €

Wer diese Posten nicht einplant, hat nach zwei Jahren eine veraltete Website mit Sicherheitslücken. Das ist der häufigste Grund für "wir brauchen schon wieder eine neue Seite".

Warnsignal

Angebote unter 800 Euro für eine komplette Unternehmenswebsite. Rechne nach: Bei realistischem Stundensatz sind das weniger als zwei Arbeitstage inklusive Konzept, Design, Umsetzung, Texten und Test. Was dabei entsteht, kostet dich später mehr, als du gespart hast.

Was in einem seriösen Angebot steht

  • Anzahl der Seiten und Vorlagen, konkret benannt
  • Wer die Texte schreibt und wie viele Korrekturschleifen enthalten sind
  • Ob Bilder gestellt, lizenziert oder produziert werden
  • Welches System eingesetzt wird und wem die Zugänge gehören
  • Was nach dem Launch passiert: Wartung, Schulung, Ansprechpartner
  • Wem die Website rechtlich gehört und was bei einem Wechsel passiert

Der letzte Punkt ist wichtiger, als er klingt. Es gibt Anbieter, bei denen du die Seite nur mietest und beim Wechsel bei null anfängst.

Wo Sparen sinnvoll ist — und wo nicht

Sinnvoll sparen kannst du bei: Design auf Basis einer sehr guten Vorlage, eigenen Texten (wenn du sie wirklich lieferst), Verzicht auf Funktionen, die du im ersten Jahr nicht brauchst, und Stockfotos statt Shooting am Anfang.

Nicht sparen solltest du bei: Ladezeit und technischer Sauberkeit, mobiler Bedienbarkeit, Struktur und Text der wichtigsten Seiten, sowie Tracking. Diese Punkte entscheiden darüber, ob die Seite Anfragen bringt — und das ist der einzige Grund, warum sie existiert. Welche Stellschrauben das konkret sind, steht in unserem Artikel zur Landingpage-Conversion.

Was du selbst vorbereiten kannst

Wer diese vier Dinge mitbringt, verkürzt Projekte um Wochen und spart real Geld:

  1. Eine klare Antwort, was die Website erreichen soll — Anfragen, Verkäufe, Bewerbungen
  2. Drei Websites, die dir gefallen, mit je einem Satz, warum
  3. Vorhandene Texte, Logos, Bilder gesammelt an einem Ort
  4. Eine entscheidungsbefugte Ansprechperson

Warum billige Websites teuer werden

Die Rechnung sieht auf den ersten Blick gut aus: 900 Euro statt 5.000. Was in der Praxis danach passiert, sehen wir regelmäßig bei Übernahmen:

Nachbesserungen. Fehlende Rechtstexte, kein Tracking, keine mobile Optimierung. Jede Nachbesserung wird einzeln berechnet und liegt in Summe oft über der ursprünglichen Ersparnis.

Keine Auffindbarkeit. Ohne Struktur und ohne Inhalte findet niemand die Seite. Das fällt erst nach sechs Monaten auf, wenn keine Anfragen kommen.

Abhängigkeit. Wenn Zugänge, Domain oder Hosting beim Anbieter liegen, wird ein Wechsel zur Verhandlungssache.

Neustart nach zwei Jahren. Der häufigste Fall. Am Ende steht die Summe aus billiger Seite plus neuer Seite — die teuerste Variante von allen.

Ein realistischer Projektplan

Damit du einschätzen kannst, was hinter einem Angebot steckt:

Phase Anteil am Aufwand Was passiert
Konzept und Struktur 15 % Ziele, Seitenstruktur, Inhaltsplan
Text 25 % Der am häufigsten unterschätzte Posten
Design 20 % Entwurf und Abstimmung
Umsetzung 25 % Technische Realisierung
Test und Launch 10 % Geräte, Formulare, Weiterleitungen
Einweisung 5 % Damit du selbst pflegen kannst

Wenn ein Angebot nur die Umsetzung beschreibt, fehlen 75 Prozent der Arbeit — entweder du machst sie selbst oder sie wird nicht gemacht.

Fördermöglichkeiten in Österreich

Für Digitalisierungsvorhaben gibt es je nach Bundesland und Zeitpunkt Förderungen, etwa über die Wirtschaftskammer, die AWS oder Landesprogramme. Die Bedingungen ändern sich regelmäßig, deshalb lohnt vor Projektstart ein Blick auf die aktuellen Programme — Anträge müssen fast immer vor Auftragsvergabe gestellt werden. Das ist der häufigste Grund, warum Förderungen verfallen.

Die Frage, die du jedem Anbieter stellen solltest

"Was passiert, wenn ich in zwei Jahren zu einem anderen Dienstleister wechseln möchte?"

Die Antwort verrät mehr über die Zusammenarbeit als jedes Portfolio. Gute Anbieter erklären dir, dass Domain, Hosting und Inhalte dir gehören und ein Wechsel unkompliziert ist. Alles andere ist ein Warnsignal.

Preisgespräch mit Substanz

Statt "Können Sie beim Preis noch etwas machen?" wirkt diese Frage besser: "Welche Teile des Angebots würden Sie streichen, wenn Sie mein Budget hätten?" Du bekommst eine ehrliche Priorisierung statt eines Rabatts, der an anderer Stelle wieder eingespart wird.

Fazit

Eine Website ist kein Produkt mit Listenpreis, aber die Spannen sind klar genug für eine Budgetplanung. Für kleinere Unternehmen im DACH-Raum sind 3.500 bis 9.000 Euro der Bereich, in dem gute, individuelle Arbeit realistisch ist — plus laufende Kosten, die man von Anfang an mitdenken sollte.

Wenn du eine konkrete Zahl für dein Vorhaben willst statt einer Spanne: Beschreib uns kurz, was die Seite leisten soll.

Häufige Fragen

Ein professioneller Onepager mit individuellem Design, Text und Grundoptimierung liegt 2026 typischerweise zwischen 1.500 und 3.500 Euro. Baukastenlösungen in Eigenregie kosten weniger, verlangen aber eigene Zeit für Text, Bilder und Struktur.

Weil unter dem Wort Website sehr unterschiedliche Leistungen laufen: Vorlage anpassen oder individuell konzipieren, Texte selbst liefern oder schreiben lassen, mit oder ohne SEO, Fotos, Tracking und Schulung. Preisvergleiche ohne identischen Leistungsumfang sind wertlos.

Hosting und Domain liegen bei 10 bis 40 Euro monatlich, technische Wartung und Updates bei 40 bis 150 Euro. Wer laufend Inhalte und SEO betreut haben möchte, sollte 300 bis 900 Euro monatlich einplanen.

WordPress ist weiterhin sinnvoll, wenn Inhalte häufig selbst gepflegt werden. Für schnelle Marketing-Websites ohne komplexe Redaktion sind schlanke, individuell gebaute Seiten oft schneller, sicherer und günstiger im Betrieb.

NM
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